Am Dörferblick in Rudow

Der Dörferblick ist ein künstlicher Berg im Berliner Ortsteil Rudow und mit 86 Metern Höhe eine der höchsten Erhebungen Berlins.

Entstanden ist er in der Nachkriegszeit im Jahr 1958 als Trümmerberg. Nach der Berlin-Blockade und dem Bau der Berliner Mauer ist das Areal des Dörferblicks – am äußersten südöstlichen Rand West-Berlins unmittelbar an der ehemaligen Mauer gelegen – zusätzlich als eine der innerstädtischen Müllkippen West-Berlins genutzt worden, da die Deponien im brandenburgischen Umland nicht mehr zugänglich waren. Die nördliche Begrenzung des Geländes wird durch die ehemalige Bahntrasse des Güteraußenrings gebildet, der früher von Bohnsdorf nach Lichtenrade führte und hier ein kleines Stück über Berliner Gebiet verlief.

In den 1970er Jahren erfolgte eine Umgestaltung zum Naherholungsgebiet. Dies gestaltete sich schwierig, da die biochemischen Prozesse im Inneren des Berges noch nicht abgeschlossen waren. Der baumfrei gehaltene Gipfel bot einen guten Ausblick über die Berliner Mauer hinweg auf die Umgebung, insbesondere auf den Ost-Berliner Ortsteil Bohnsdorf und die angrenzenden Brandenburger Dörfer Schönefeld, Waßmannsdorf und Großziethen, weshalb die Erhebung zunächst den Namen „Drei-Dörfer-Blick“ erhielt, der später in „Dörferblick“ geändert wurde.

Quelle: Wikipedia